Porträtfoto von Herbert Fritsche Porträtfoto von Herbert Fritsche Porträtfoto von Herbert Fritsche Porträtfoto von Herbert Fritsche

Herbert Fritsche

Leben und Werk (1911–1960)
entstanden 1941 erschienen in »Zeit der Lilie« 1947 · »Herbert Fritsche Sämtliche Gedichte - Teil I« 1967 · »Zeit der Lilie - Band IV der Gesamtausgabe« 2012

Paracelsus gelesen von Herbert Fritsche

Er reitet auf dem kleinen Ross,
Ein Ritter ohne Schloss und Tross.

Der Weg berührt den Himmelsrand,
Der alte Weg ins andre Land.

Des Rosses Huf erschallt im Takt.
Das Bündel ist gar leicht gepackt.

Die Heilkraft wurzelt im Verzicht.
Wer das nicht weiß, kuriere nicht.

Es sprechen Stimmen auf ihn ein.
Wer einsam ist, ist nie allein.

Und alle Stimmen klingen aus:
Zu Salzburg steht ein Einkehrhaus…

Nun leuchtet bald das Firnelicht.
Die Heilkraft wurzelt im Verzicht.

Schon stehn die Bäume kahl und nackt.
Das Bündel ist gar leicht gepackt.

Am Schwertknauf ruht die magre Hand.
Es führt der Weg ins andre Land.