Wie diese Edition arbeitet: die Stimmen in den Anmerkungen, die Zeichen und Siglen, die Herkunftsangaben und die Signaturen des Archivs – der Schlüssel zu allem, was auf den Dokumentseiten klein gedruckt steht.
1. Die drei Stimmen
In den Anmerkungen dieser Website sprechen drei verschiedene Stimmen. Damit jederzeit erkennbar bleibt, wer spricht, sind sie einheitlich gekennzeichnet:
- Der Verfasser. Anmerkungen Herbert Fritsches (oder des jeweiligen Autors), die zum Werk selbst gehören. Sie tragen keine Kennzeichnung und die hochgestellte Zählung ¹ ² ³.
- Die Vorlage. Anmerkungen, die physisch in dem Dokument stehen, das wir
wiedergeben – etwa Herausgeber-Fußnoten eines alten Drucks. Sie sind mit
[Anm. d. Vorlage]gekennzeichnet. - Das Archiv. Unsere eigenen Erläuterungen. Sie sind mit
[Anm. d. Archivs]und Datum gekennzeichnet und laufen in einer eigenen Zählreihe[1][2].
Wie es zu dieser Ordnung kam und nach welchen Prüffragen im Zweifel entschieden wird, erzählt ausführlich der Essay „Wer spricht?“.
2. Zeichen und Klammern
Transkriptionen folgen ihrer Vorlage. Wo das Archiv eingreift oder ergänzt, steht der Eingriff in eckigen Klammern – eckige Klammern bedeuten auf dieser Website immer: Das stammt vom Archiv, nicht aus der Quelle.
o. D. / o. O. | ohne Datum / ohne Ort |
[1954] | Angabe nicht in der Quelle, aber sicher erschlossen (die Begründung steht in der Anmerkung) |
[um 1954], [vor 1954], [nach 1954] | eingegrenzte Datierung |
[1954?] | unsichere Datierung |
[…] | Auslassung des Archivs |
[recte: …], [sic] | Hinweis auf einen Fehler der Vorlage; der Vorlagentext selbst bleibt unverändert |
3. Siglenverzeichnis
Siglen sind Kurzzeichen für Publikationsorgane, Sammlungen und Ausgaben. Dieses Verzeichnis speist sich aus derselben Quelle wie die Legende des Gedichtregisters und ist damit immer auf dem gleichen Stand:
| A | "Der Amboss", Lyrische Anthologie, Nord-West-Verlag, Emden, 1931 |
| AmS | "Am Saum des grossen Vorhangs", Gedichte, ATHANOR VERLAG BERLIN, 1978 mit Zeichnungen von John Uhl |
| BaF | „Briefe an Freunde", Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1970 — redigierte Auswahl, Namen teils verkürzt. |
| D | "Durch heimliche Türen", Gedichte für Elfriede und John Uhl, Verlag die Rabenpresse, Berlin, 1932 |
| DA | "Die Atemschule", Rudolphsche Verlagsbuchhandlung, Dresden, 1937 |
| DAL | "Das Leben", Anthologie, Verlag die Rabenpresse, Berlin, 1937 |
| DL | "Die Lebenden. Flugblätter", Reihe 2 1929 Nr. 4/5, Görlitz, 1929 |
| DR | "Das Dritte Auge", Zeitschrift, Verlag Joh. Leon sen., Klagenfurt |
| EOL | "EX Occidente Lux", Zeitschrift, Psychosophische Gesellschaft, Zürich, 1955 |
| FR | "Die Freundin", Zeitschrift, Berlin, 1928 |
| G | "Die Glühwürmchen-Barkarole", Gedichte, Verlag Die Mitternacht, Berlin, 1929, 2. Aufl. Verlag Die Rabenpresse, Berlin, 1932 |
| GA | Gesamtausgabe der Werke Herbert Fritsches (21 Bände einschließlich der drei Briefbände). |
| GGA | "Gedicht Bände - Band XIII der Gesamtausgabe", edition winterwork, Borsdorf, 2013, Neuauflage 2026 |
| GL | "Gesundes Leben", Zeitschrift, Juli 1960 |
| GP | Gedicht-Postkarte |
| H | "Der grosse Holunderbaum", Richard Hummel Verlag, Leipzig 1939, Vorabdruck 1938 in "Die Säule", Zeitschrift, 2. Aufl. 1964 Osiris Verlag Erich Sopp KG, 5401 Kettig über Koblenz |
| HF 1 | "Herbert Fritsche Sämtliche Gedichte - Teil I", ATHANOR VERLAG BERLIN, 1967 |
| HF-… | Archivsignatur des Dokumentenregisters (siehe Abschnitt „Signaturen und Zitierweise"). |
| L | "Licht im Nebel", Neue Lyrik, Anthologie, Sternbild Verlag, Hamburg, 1931 |
| MA | "Mandragora", Gedichte, Verlag Die Rabenpresse, Berlin, 1933 |
| ME | "Merlin", Zeitschrift, Axel Springer Verlag, Hamburg, 1948 und 1949 |
| N | "Narrenkalender", Gedichte mit 12 Zeichnungen von John Uhl, Verlag Gebr. Mann, Berlin, 1931, 2. Auflage Verlag die Rabenpresse, 1933, 3. Auflage New York 1967 |
| O | "Orion", Erste Gedichte, unveröffentlichter Gedichtband, Ende 1927 / Anfang 1928; 1981 als Privatdruck in 10 Exemplaren für Freunde des Dichters erschienen (18 Gedichte, ohne „Der erste Kuß") — Nr. 7 der Reihe „Die ungedruckten Bücher der verkannten und vergessenen Dichter", herausgegeben von John Uhl, ATHANOR VERLAG BERLIN, 1981 |
| R | "Im Dampf der Retorte", Gedichte, Verlag die Rabenpresse, 1934 |
| SAM | "Samen des Morgenlichtes", Gedichte, Eremitenpresse, Frankfurt/Main, 1950 |
| SCH | "Die Scheuer", Anthologie, Heim-Verlag Ad. Dressler, Radolfzell, 1932 |
| SI | "Simpizissimus", Zeitschrift, Verlag Knorr & Hirth KG, München |
| SO | Sonderdruck |
| SZ | Sammlung Zachmann — die von Werner Zachmann zusammengetragene Sammlung von Briefkopien und Dokumenten, Grundlage des Archivs. |
| SÄ | "Die Säule", Zeitschrift, Richard Hummel Verlag, Leipzig, 1938,1939 und 1940 |
| T | "Der Taugenichts", Lyrische Zeitschrift, Verlag Die Mitternacht, Berlin, 1931/32 |
| U | "Unterwegs" von Dr. O. Buchinger, 2. veränderte Auflage, 1946 |
| UG | "Ums Ganze" von Otto Buchinger, Verlag Leonhard Friedrich, Bad Pyrmont, 1947 |
| UM | "Um uns die Stadt" von R. Seitz, Sieben-Städte-Verlag, Berlin, 1931 |
| V | "Verschneites Atelier", Gedichte, Die Mitternacht, Berlin, 1930 |
| VA | "Die Vaganten", Gedichte, mit Zeichnungen von John Uhl, Max Schönherr Verlag, Berlin, 1967 |
| Z | "Zeit der Lilie", Gedichte, Christian Wegner Verlag, Hamburg, 1947 |
| ZGA | "Zeit der Lilie - Band IV der Gesamtausgabe", edition winterwork, Borsdorf, 2012, Neuauflage 2026 |
4. Überlieferung und Provenienz
Viele Dokumente des Archivs sind nicht als Originale überliefert, sondern als Fotokopien, Durchschläge oder Abschriften – die Apparate weisen die jeweilige Überlieferungsform aus. Grundstock des Archivs ist die Sammlung Zachmann (SZ): die von Werner Zachmann über Jahrzehnte zusammengetragenen Briefkopien und Dokumente.
Provenienzangaben („Privatarchiv …“) sind historische Aussagen: Sie nennen die Herkunft eines Stücks zum Zeitpunkt seiner Erfassung, keinen heutigen Standort. Wo der heutige Verbleib eines Originals nicht belegt ist, behaupten wir ihn nicht.
5. Signaturen und Zitierweise
Jedes verzeichnete Archivobjekt trägt eine dauerhafte Signatur der Form
HF-000123. Die Signatur ändert sich nie und wird nie neu vergeben; sie
funktioniert zugleich als dauerhafte Adresse:
https://www.herbert-fritsche.de/?dok=HF-000123 führt immer zu diesem
Dokument – auch dann, wenn die Website umgebaut wird. Empfohlene Zitierform:
Herbert-Fritsche-Archiv, HF-000123: Brief von Herbert Fritsche an …, 12. Mai 1953. Online: https://www.herbert-fritsche.de/?dok=HF-000123 (Abruf: 8. 8. 2026).
Unter den Quellenapparaten der Dokumente findet sich dafür der Knopf „Zitieren“, der die fertige Zitierzeile in die Zwischenablage legt.
6. Die Register im Überblick
- Dokumentenregister – das Leitregister des Archivs: verzeichnet die
Überlieferungsträger und vergibt die HF-Signaturen. Öffentlich zugänglich
über die Signatur-Adressen (
?dok=…). - Briefregister – die veröffentlichten Briefe mit Datum, Empfänger, Fundstelle und Digitalisat.
- Gedichtregister – sämtliche nachgewiesenen Gedichte mit ihren Publikationswegen (ein Werkregister: es verzeichnet Gedichte, nicht einzelne Blätter).
- Tondokumente – die erhaltenen Aufnahmen mit Quellen- und Provenienzapparat.
- Volltextsuche – erschließt die Bestände wie ein digitaler Bibliothekskatalog; Text und Archiv-Anmerkungen sind getrennt durchsuchbar.
Fragen zu einzelnen Dokumenten – auch zu verzeichneten, aber noch nicht veröffentlichten Stücken – erreichen das Archiv über das Impressum.